Willkommen in meiner Tierheilpraxis in Aschersleben
Verhaltenstherapie & Gesundheitsberatung für Haustiere - Verkauf von Frostfleisch

Hot Spot übersetzt  „heißer Punkt“ 

 

Bei diesem Namen denkt man nicht sofort an eine Erkrankung die unsere Haustiere betrifft. 
Betroffen sind Hunde, Katze und sogar Nagetiere. 

Bei den Hunden sind Rassen wie Bernhardiner, Neufundländer und Golden Retriever, Labradore,Collies, Bobtails und Rottweiler am häufigsten betroffen. Hauptsächlich können alle mit sehr dichtem Fell bzw. einer sehr dichten Unterwolle betroffen sein. 

Am häufigsten erscheinen die Hot Spots zur Sommerzeit. 
Bei Katzen tritt dies seltener auf, aber dennoch oft genug, um auch Katzenhalter über diese Krankheit aufzuklären.

Was ist ein Hot Spot? 

Es ist, wie auf dem Foto zu sehen, eine Hautstelle die nur die Hautschicht an der Oberfläche, die so genannte Lederhaut oder Epidermis betrifft und wie der Name schon sagt: heiß, entzündet, juckend und vor allem sehr unangenehm für das Tier ist. 

Oftmals sind die Stellen Kreisrund und sind nässende stinkende Wunden. Die Wunde sondert ein Sekret ab, welches das Fell verklebt. 
Tierärzte sprechen oft von einer “pyotraumatische Dermatitis”. 

Bevorzugt findet man den Entstehungsort am Rücken oder Rumpf des Tieres sowie an den Beinen oder in der Halsregion.

Die Ursachen eines Hotspots!

 

Als erstes sei erklärt, dass diese massive Entzündung erst durch das Tier selbst entsteht. Vorab gibt es eine kleine Stelle die sich entzündet. Hierfür können die Ursachen unterschiedlich sein: 

Juckreiz auslösende Faktoren wie, Flohstiche, Cheyletiellose (Milben) Ohrmilben, Zecken, verfilztes Fell, AllergieFuttermittelallergie uvm.) ,Kontakt mit Brennnesseln, harmlose kleine Hautverletzungen, Entzündung des Analbeutel oder kleine Fremdkörper unter der Haut. 

Regnerisches oder auch feuchtes Sommerwetter begünstigen dann die Bedingungen für die berühmten Streptokokken (Bakterien). Sobald diese den perfekten Nährboden haben, vermehren sie sich rasant schnell und lösen einen massiven Juckreiz aus. Die betroffenen Tiere beginnen durch Kratzen und Beißen den Juckreiz zu beenden, was natürlich nicht klappt und somit entstehen starke eitrige Wunden genannt Hot Spot.

Diagnose und Behandlung 

Ein Hot Spot ist erst einmal an der kreisrunden Erscheinung deutlich zu erkennen, durch eine Gewebeprobe (Biopsie) kann bei ungeklärten Fällen die Diagnosestellung erleichtert werden.
Darüber hinaus ist es erforderlich, dass andere Hautkrankheiten ausgeschlossen werden können: (Haarwurzelentzündung, Flohbefall oder einen lokalen Pilzbefall).
Denn gegen eine Entzündung der Haarwurzel oder bei einem Pilzbefall sind die Behandlungsmethoden, die man bei dem Hot Spot einsetzt völlig wirkungslos. 
Die Wundbehandlung sieht erst einmal vor, die entzündete Hautstelle sauber zu rasieren, zu desinfizieren und mit austrocknenden medizinischen Cremes (kortisonhaltige Cremes und sogenannte Adstringenzien) einreiben.

Um den Hund am weiteren Knabbern zu hindern, empfiehlt es sich dem Hund einen Halskragen umzulegen.  

Die Behandlung der Wunde wird einige Tage in Anspruch nehmen.
Je nach Schwere kann auch eine Antibiotika- Therapie von Nöten sein. 
Sie können ihrem Tier helfen, in dem Sie die Stellen kühlen. 
 
Doch ohne die Ursache für den Hot Spot beim Tier zu finden, kann man diese Hautentzündung nicht sinnvoll behandeln, denn sie wird immer wieder kommen. 

Daher sollte nicht nur die Wunde behandelt werden, sondern auch nach den Gründen gesucht werden.