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Verhaltenstherapie & Gesundheitsberatung für Haustiere - Verkauf von Frostfleisch

Die Reise durch den Verdauungstakt der Katze

     

Kennen Sie das? Sie bereiten der Katze ihre Mahlzeit vor, stellen Sie ihr hin und Ihre Katze riecht nur daran und wendet sich ab. Wenn sie doch nur mal kosten würde..... 

Warum Ihre Katze das nicht macht ist sehr einfach zu erklären. Sie riecht viel besser als sie schmecken kann!

Verantwortlich sind hierfür die 200 Millionen Riechzellen in ihrem Rachen und das Jacobonsche Organ. Sie können, wenn Sie genau hinschauen, erkennen wenn eine Katze den Geruch interessant findet.

Das Katzenmaul ist leicht geöffnet, die Oberlippe ist etwas zurückgezogen. Die Zunge wandert nun gegen das Jacobsorgan (dieses liegt hinter den Vorderzähnen) und die Luft wird angehalten.

Das Gehirn der Katze arbeitet nun auf Hochtouren um den Geruch zu analysieren.

Diese Geruchsanalyse nennt man Flehmen und kann z.B. bei Löwen oder anderen Großkatzen sehr gut beobachtet werden. Unsere Haustieger machen dies auch, nur ist dies wesentlich schwieriger zu erkennen.

Der Geruchsinn wird nicht nur gebraucht um zu analysieren, was in dem vorgesetzten Napf ist. In der Natur wird er gebraucht um Nahrung überhaupt zu finden. 

Haben Sie einen Happen Fleisch gefunden, den Ihre Fellnase frisst, gehen wir mit ihm auf die Reise........     

Die Reise durch den Verdauungstakt der Katze: 

Mit der Zunge ist es der Katze möglich ein wenig zu schmecken außerdem wird durch die Zunge das Futter ganz genau untersucht. Je nach der Beschaffenheit des Futters (Temperatur, Feuchte, Form) wird viel, wenig flüssig, oder schleimiger Speichel produziert. Bei trockener Nahrung (z.B. Trockenfutter) wird wässriger Speichel produziert. Somit entsteht schon beim ersten Kontakt ein Wasserentzug im Körper.

Bei artgerechter Ernähung (wie in der Natur, also z.B. einer Maus) wird der Speichel recht dickflüssig.

Zuständig dafür sind kleine unterschiedlich geformte Pappillen auf der Zunge.

Diese Prüfen das Nahrungsangebot und senden Signale, um den richtigen Speichel zu erhalten, denn nur mit dem richtigen Speichel gelangt die Nahrung auf dem schnellsten Weg in die Speiseröhre hinunter zum Magen.

    

Bei Fleischfressern (Karnivoren) wird die Nahrung nicht im Maul zersetzt. Der Speichel dient lediglich als Transportmittel. 

Bevor die Nahrung sich auf den Weg in die Speiseröhre macht, kommt sie mit den Zähnen der Katze in Berührung. Ohne  Zähne würde die Katze in freier Wildbahn extreme Probleme bekommen überhaupt Nahrung zu bekommen. Diese werden gebraucht um die Beute zu fangen, zu töten und zu zerkleinern. 

Die Fangzähne (Eckzähne) töten die Beute. Die Reizzähne (Backenzähne) sind extrem scharf damit wird ein Stück der Beute herausgerissen.

30 Zähne hat eine ausgewachsene Katze.

  

Das Gebiss der Katze ist auf das Zerteilen der Beute ausgerichtet und da die Katze ihren Unterkiefer kaum hin und her bewegen kann, muss sie beim Kauen den Kopf mal nach links und mal nach rechts drehen. Sie kann das Fleisch also nicht zermalmen, sondern nur zerkleinern und schlucken.....weiter geht´s in Teil 2 


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