Willkommen in meiner Tierheilpraxis in Aschersleben
Verhaltenstherapie & Gesundheitsberatung für Haustiere - Verkauf von Frostfleisch

Nun ist es bald soweit, Weihnachten und Silvester rücken immer näher.

Über die Feiertage kommen oft die ganze Familie und auch Freunde zusammen. Das bedeutet für Haustiere Stress, jedoch muss man nicht auf das Zusammenkommen zu Weihnachten oder Silvester verzichten. Hier ein paar Tipps, wie es für Mensch und Tier ein entspanntes Fest wird.

Achten Sie darauf, dass Ihr Haustier ein ruhiges Plätzchen hat, an dem es sich zurückziehen kann. Bedenken Sie, dass es Menschen gibt, die vor Hunden Angst haben. Als Katzenhalter sollte man daran denken, dass möglicherweise bei anderen Gästen eine Katzenhaarallergie vorhanden sein kann. 

Ihre Gäste sollten das Tier wirklich in Ruhe lassen, wenn es sich dorthin zurückzieht. 
Räumlich eignet sich dazu das Schlafzimmer am besten, da sich ihre Gäste dort wahrscheinlich nicht aufhalten werden. Besonders Katzen verstecken sich gerne in Bettkästen oder auf Schränken, schaffen Sie ihrer Katze doch die Möglichkeit sich dort zu verstecken. 

Am Silvesterabend selbst, sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm und das Blitzgewitter ein wenig zu dämpfen.

Es gibt auch Hunde, die sich bei Lärm (Silvester) gerne in eine große Höhle verziehen, diese ist schnell gebaut Tisch hinstellen, Decken drüber, fertig. 

Hat Ihr Tier panische Angst vor Silvesterlärm, lassen Sie es bitte nicht alleine Zuhause zurück.
Zünden Sie Silvester keine Tischfeuerwerke oder ähnliches zu Hause an, der Lärm von draußen ist Stress genug.

Gefahrenquelle Weglaufen 

Wenn sich das Haus füllt, ist besonders auf offene Türen und unternehmungslustige Tiere zu achten. Besonders Katzen stürmen bei solchen Anlässen gerne in die sonst verbotene Freiheit. Die Vermisstenanzeigen häufen sich leider ab Weihnachten. 
Silvester wird dies dann noch schlimmer, viele unterschätzen die Gefahr, dass Ihr Haustier wegläut. Sie sollten einige Tage vor Silvester Ihren Hund nur noch an der Leine ausführen. 
Schleppleinen oder auch die Roll- Leine können so dem Hund genug Freiraum und gleichzeitig genug Sicherheit geben. 

Ist Ihre Katze Freigänger, achten Sie darauf, dass sie, wenn möglich, drinnen bleibt. Sollte das nicht möglich sein, geben Sie ihr eine Gelegenheit, wo sie einen festen Unterschlupf hat. Silvester sollte ein Freigänger maximal in den Morgenstunden raus und danach im Haus/ Stall (je nach Lebensweise) untergebracht sein. 
Selbst wenn Ihr Tier wenig Angst hat, gibt es leider Menschen die Silvesterknaller auf Katzen werfen.

Gefahrenquelle Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum gilt als die größte Gefahrenquelle zum Fest. Katzen spielen mega gerne mit den Christbaumkugeln, die glitzern und wackeln doch so schön wie kleine „Bälle“. Sie springen somit schnell mal in den Baum. Achten Sie darauf, das dieser einen festen Stand hat. 
Lametta, Engelshaar oder auch Geschenkband verwickeln sich schnell an den Zähnen oder im Magen, der Rest wandert weiter den Verdauungstrakt hinunter und je nach Material kann es dazu kommen, dass das umliegende Gewebe einfach zerschnitten wird. (Glauben Sie nicht? Bedenken Sie, dass man sich selbst an Papier scheiden kann.)
Wenn dies passiert, gelangt der Darminhalt in die Bauchhöhle und ihr Tier ist lebensbedrohlich verletzt. (Bauchfellentzündung- Peritonitis)
Auch Glas oder Plastiksplitter (von den Christbaumkugeln) können verschluckt werden und eine solche Situation auslösen.

Lametta enthält giftige Stoffe und kann für Katzen und Hunde tödlich sein, wenn sie es ungewollt verschlucken.
Die einzige rettende Maßnahme ist dann nur eine Not-Operation.


Die beliebteste Pflanze zu Weihnachten ist der Weihnachtsstern. Dieser ist giftig für Hund und Katze. Ihr Haustier geht dort nicht ran? Manche Tiere trinken gern abgestandenes Wasser aus den Blumentöpfen, dieses ist bei giftigen Pflanzen auch giftig.
Weitere giftige Pflanzen zur Weihnachtszeit: Mistelzweige, Thuja, Taxus, Stechpalme.

Viele ätherische Öle sind ebenfalls giftig für Hund und besonders für Katzen. Diese sind zum Beispiel enthalten im Harz vom Tannenbaum, Sprühschnee, Duftkerzen.
Verwenden Sie keine echten Kerzen, da Verbrennungsgefahr besteht. Achten Sie auch auf die Stromkabel der Weihnachtsbaumbeleuchtung! Viele Katzen oder auch Junghunde knabbern dieses gerne an.

Gefahrenquelle Festtagsmenü

Schokolade und andere Süßigkeiten sind ebenso giftig für Hund und Katze. Achten Sie darauf, wenn sie den Süßigkeiten Teller für sich oder Ihre Kinder hinstellen. 
Der Festtagsbraten ist viel zu fettig, und die Knochen sind gekocht oder gebraten, somit splittern diese und sind gefährlich für unsere Haustiere und es endent oft mit einem Besuch in der Tierklinik und das dann ausgerechnet zu Weihnachten oder Silvester.

Hilfe zum Fest: 

Nun habe ich so viele Sachen aufgezählt, die das Fest so negativ erscheinen lassen, und in der Tat ist dies für die meisten Tiere auch nicht wirklich ein Anlass zur Freude. 
Wenn man aber viele Dinge beachtet ist das alles halb so schlimm.

Wenn Sie ein Tier haben, was massiv unter dem Stress leidet, können Sie einen Termin bei mir vereinbaren, sodass wir passend für Ihr Tier und passend zu Ihrer Situation die beste Behandlung finden.  

Wichtig ist, dass man das richtige beruhigende Mittel/ Kraut findet.
Johanniskraut: kann die Stimmung aufhellen, Angstzustände lösen und nervöse Unruhe lindern
Baldrian: wirkt im Zentralnervensystem und wirkt beruhigend und einschlaffördernd
Melisse: wirkt besonders auf nervöse und ängstliche Tiere und es wirkt leicht beruhigend und angstlösend
Bach Rescue Tropfen: auch Notfalltropfen genannt, gibt man bei Stressnotfällen.